Bernhard Paul

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Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 03.03.2008, 11:25

Ein Stück heile Welt

Die Koffer sind gepackt, die Lastwagen beladen. Der Zirkus Roncalli steht in den Startlöchern. Und mit ihm sein Gründer und Direktor Bernhard Paul. Die WAZ besuchte den 60-jährigen Manegen-Magier in seinem Winterquartier in Köln.

Interview mit Bernhard Paul unter
http://www.derwesten.de/nachrichten//wa ... etail.html
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benedikt
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von benedikt » 05.09.2009, 11:28

Bernhard Paul – der Retter alter Welten

Was „auf diesem Planeten vom Untergang bedroht ist”, muss er bewahren: Bernhard Paul. Als er 1975 den Circus Roncalli gründet, erstrahlt ein neuer Stern am Zirkushimmel. Jetzt hat er auf Mallorca sein jahrelang in liebevoller Detailarbeit restauriertes „Creativ-Center” bezogen. VON SUSANNE PETERSEN

Die beiden venezianischen Laternen, die das Esszimmer schmücken, stammen aus dem alten „Lido de Paris”. Und um sicher zu sein, dass sich an ihnen bereits „Ernest Hemingway und Maurice Chevalier nach reichlich Champagner angelehnt haben”, hat Bernhard Paul vorher noch mal bei Google nach Bild-Beweisen gesucht, bevor er auf dem Flohmarkt in Paris zugeschlagen hat.

Sein nach jahrelanger Restaurierung und detailgetreuer „Mallorcanisierung” kürzlich bezogenes Haus mit Park am Rande von Palma ist ein Creativ-Center mit Open-Air-Manege: „Die große Bibliothek, Konferenz- und Tagungsraum, Küche und jede Menge Gästezimmer bieten die Möglichkeit zusammen zu leben, denken – und zu kochen”, sagt Bernhard Paul. „Und in der Manege lassen sich die just erdachten Nummern gleich ausprobieren.” Das gesamte Ambiente ist Nostalgie pur: Der Rahmen eines Bildes im Wohnzimmer – ein früheres Bühnenbild, das noch ausgetauscht werden soll – stammt aus dem Nachlass von Paul Hörbiger, in der Küche beeindruckt eine rot-metallfarbene Original-Schinkenschneidemaschine von 1910. Dazwischen ein schier unüberschaubares Konglomerat aus Schaukelpferden, Hüten, Geschirr, antiken Schränken, Leuchten, Lüstern, alten, mallorquinischen Schränken, Türen und wunderschön bedruckten Öldosen, Bücher, Gläser. Eines haben sie alle gemein: Sie sind alt. Und damit eine einzige liebevolle Demonstration dessen, was ihrem Besitzer am Herzen liegt: „Alles, was verschwindet auf diesem Planeten, muss ich retten.” Das hat Bernhard Paul 1976 auch mit dem Zirkus gemacht: Da gab er als Gründer und Direktor mit dem „Circus Roncalli” sein erstes Gastspiel. Ein neuer Stern war geboren, entgegen allen kritischen Stimmen, die den Zirkus für eine untergegangene Welt hielten. Schon als Fünfjähriger war er mit dem Zirkus-Virus infiziert – „Ich sammelte alles, was ich darüber kriegen konnte” –, nichts und niemand konnte ihn aufhalten, seinen Traum zu verwirklichen.

Damit ist die Rollenvielfalt des Direktors, der seit 1980 auch als „Clown Zippo” auftritt, nicht erschöpft. Bernhard Paul präsentiert regelmäßige Varietés nicht nur im eigenen „Apollo” in Köln, er inszeniert, führt Regie, steht sowohl vor der Fernsehkamera als auch auf den Bühnen großer europäischer Häuser, etwa 1996 in der Wiener Volksoper unter der Regie von Kollegen wie Klaus Maria Brandauer im „Land des Lächelns”. Im selben Jahr erhält Bernhard Paul auch das Bundesverdienstkreuz aus der Hand von Bundespräsident Roman Herzog.

Das Haus bei Palma heißt „Villa Eliana”, be-nannt nach seiner italienischen Ehefrau, die aus einer alten Zirkusfamilie in achter Generation stammt und mit der er einen Sohn und zwei Töchter hat. In Italien wird er Ende 2010 auch sein Zirkusmuseum eröffnen, in der Villa des legendären Clowns Grock, die vom Staat gerade restauriert wird. Eigentlich hatte es Köln sein sollen, aber als ihm die Behörden die Auflage machten, vorab 500 Parkplätze zu schaffen, hatte Bernhard Paul von deutscher Bürokratie die Nase voll: „Ich habe den Vertrag zerrissen und mir für das Geld dieses Haus verwirklicht.” Geboren 1947 in Lilienfeld, aufgewachsen in Wilhelmsburg, hat er Hoch- und Tiefbau studiert, später Grafik in Wien. Mit Architektur kennt sich der gebürtige Österreicher aus, und da ihm die Ideen der Fachwelt zu uninspiriert waren, machte er sich selbst ans Werk. Gelebt wurde während der rund zehnjährigen Restaurierung eines „völlig verbauten” Hauses, aus dem seine mallorquinischen Ursprünge wieder „herausgeschält” wurden, „erst in der Garage, dann im Gästehaus nebenan”.

Wichtig war ihm dabei die „gleichzeitige Berücksichtigung von ökologischen, praktischen und ästhetischen Richtlinien”. Gegen Elektrosmog isolierte Leitungen, Filteranlagen für brunnenklares Wasser, dioxinfreie Bepflanzung des Gartens und Zitronengras im Fensterbereich „gegen die Mücken” gehören genauso dazu wie die allesamt auf antik getrimmten Lichtschalter oder die außergewöhnlichen Türen der Gästezimmer: das Original-Portal einer mallorquinischen Apotheke, eines Cafés in Paris oder einer Fleischhauerei in Wien.

Bei aller Verspieltheit ist Bernhard Paul perfektionistisch, und die mallorquinischen Handwerker brachten ihn nicht nur einmal schier zur Verzweiflung, auch wenn er zur Sicherheit gern das Foto sichtbar platzierte, das ihn gemeinsam mit Juan Carlos zeigt, als dem 1982 in Aachen der Karlspreis verliehen wird: „Die Mallorquiner sind ja sehr königsfürchtig.” Was die Handwerker nicht davon abhielt, etwa die Messinggriffe an den Fenstern mit andersfarbigen Eisenschrauben zu montieren: „Und von sechs Griffen waren fünf auch noch schief.” Von den Dramen um das kleine Wort „mañana” ganz zu schweigen.

Es hat Zeit und Nerven gekostet, aber sich gelohnt, sagt Bernhard Paul, für den der Wohnraum eine Inszenierung ist: „Dazu gehört ein guter Ton, eine schöne Kulisse und gutes Licht.” Und da Neonlicht „jede Stimmung tötet” und die EU „der guten, alten Glühbirne” den Garaus gemacht habe, hat der Mann nebenbei 10.000 Exemplare auch dieser aussterbenden Spezies gebunkert. Nicht der erste Tod von Kulturgut, findet er, den EU-Richtlinien, von denen er viele schlichtweg für „unmoralisch” hält, zu verantworten haben: „Auch die viel zitierte Energieeinsparung durch die neuen Birnen ist so einfach nicht wahr – sie gilt nur bei Dauerbeleuchtung, nicht aber bei einem bewussten Umgang mit dem Licht.” Nichts brauche die Welt so sehr wie Kultur, um „lebens- und liebenswert” zu sein. Und der „gute Clown”, so einer wie Charlie Chaplin, gehöre unbedingt dazu: „Jemand, über den das Kleinkind und der Intellektuelle in derselben Sekunde lachen.” Zur Kultur, die „nicht vom Planeten verschwinden darf”, gehören auch all die Dinge, die er sammelt oder sonst wie vor dem Untergang rettet. Wie das historische Spiegelzelt, dem Bernhard Paul 1990 wieder Leben einhaucht, indem er erstmalig Kunst und Kulinarisches verbindet und mit Alfons Schuhbeck und Hans-Peter Wodarz die Welle der „Erlebnis-Gastronomie” auslöst.

Oft kopiert, hat Bernhard Paul auch schmerzhafte Erfahrungen mit Trittbrettfahrern machen müssen, die seine Ideen als ihre verkauften: „Damit muss man leben lernen.” Weil er selbst weiterhin auf den eigenen, unverwechselbaren Akzent setzt, hat er kürzlich auch seine Töchter aus der Schule genommen und lässt sie privat unterrichten: „Die verdummen sonst.” Habe er in seiner Schulzeit etwa alles daran gesetzt, „anders” zu sein, auch durch die Kleidung – „Wir haben uns Glockenhosen (Schlaghosen) extra umgeschneidert” –, würden Kinder heute zur Konformität erzogen: „Alles muss eine bestimmte Marke sein.” Seine Kinder sollen andere Dinge lernen, sagt Bernhard Paul: „Individualität und Sensibilität, Ethik und Ehrlichkeit.”

Quelle: http://www.mallorcamagazin.net
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 18.05.2011, 10:15

Interviewvideo mit Bernhard Paul 2011

http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... uiU#at=114

Anlässlich des 35 jährigen Jubiläums am 18. Mai in Bonn
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 03.11.2011, 12:46

Hereinspaziert, hereinspaziert! Wohnen im Zirkus

Wie lebt ein Zirkusdirektor? Ein Hausbesuch bei Roncalli-Chef, "Materialfetischist" und "Plastikhasser" Bernhard Paul.

Im Stubenwagen gilt: Schuhe aus. Verständlich. Weinroter Teppichboden, warmes Licht, jede Menge Gold, der Flachbildfernseher verschwindet wie von Geisterhand in der Ablage und dazwischen wuselt Hundedame Chanel grummelgrantig umher.

Mehr und Fotos unter: http://www.kleinezeitung.at/allgemein/b ... iert.story
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Boris » 03.11.2011, 13:10

Einmal Mack immer Mack. :D :lol: :lol:

Da hat man in Waldkirch wie immer tolle Arbeit geleistet.
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 29.10.2012, 20:44

Hereinspaziert in die Manege des Bernhard Paul!
Bernhard Paul ist der Hüter einer aussterbenden Zirkuswelt. Aber im Circus Roncalli stützt ihn seine quicklebendige Familie.

Montag und Dienstag haben die Artisten des Circus Roncalli manegefrei. Das heißt aber nicht, dass der allgegenwärtige Bürgermeister dieser pittoresken "Kleinstadt in der Stadt" auf der faulen Haut läge. Müßiggang scheint in Bernhard Pauls Universum nicht vorzukommen. Denn er besitzt und leitet ja nicht nur einen ganz besonderen Zirkus, sondern er muss sich zugleich um ein kleines Imperium kümmern, zu dem unter anderem das Apollo-Varietétheater in Düsseldorf gehört; und die sicherlich weltgrößte Sammlung von Devotionalien unserer jüngeren Volks- und Lebenskultur aus dem späteren 19. und dem gesamten 20. Jahrhundert: In Pauls Kölner Hallen lagern unter anderem zigtausend Zirkusplakate, Straßenlaternen, Emaille-Reklameschilder und Litfaßsäulen, dazu mehr als 60 komplette Ladeneinrichtungen.

Mehr unter: http://www.abendblatt.de/kultur-live/ar ... -Paul.html
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Hirsch » 01.03.2013, 13:47

http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutsch ... 46633.html
irgendwie muss ich ihm Recht geben.
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 01.03.2013, 14:37

Hirsch hat geschrieben:irgendwie muss ich ihm Recht geben.
Richtig und clever zugleich. Damit landet er eine gute PR für sich und klärt sachlich auf. :D

Davon abgesehen fragt man sich wirklich ob Steinbrück als Kanzler diplomatisch geeignet ist, denn der liefert eine Dummheit nach der Nächsten. Als Provinzler kann er sich derartige Entgleisungen erlauben, aber nicht in der angestrebten Führungsriege.
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Hirsch » 01.03.2013, 17:46

ob Steinbrück als Kanzler diplomatisch geeignet ist, denn der liefert eine Dummheit nach der Nächsten
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Genau meine Meinung. Wem das bis jetzt noch nicht aufgefallen ist,dem ist nicht mehr zu helfen :D
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Gisela » 22.05.2013, 02:40

Das schönste Geschenk bleibt der Beifall des Zirkuspublikums
Als Clown Zippo an diesem Pfingstmontagabend die Manege des Zirkus Roncalli betritt, bricht tosender Beifall im Publikum aus. Sichtlich gerührt und mit einem Glitzern in den Augen dreht sich Zippo, hinter dem sich der Roncalli-Vater Bernhard Paul verbirgt, dankend zu allen Seiten. Am Montag war ein ganz besonderer Tag: Bernhard Paul feierte seinen 66. Geburtstag – mit zwei Roncalli-Vorstellungen und einer anschließenden Geburtstagsfeier in der Manege.

http://www.derwesten.de/staedte/duessel ... ciuac=true
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Ein Zirkus ohne Tiere? NEIN!!!

http://www.ig-zirkus-variete-e-v-doebeln.de
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 08.06.2013, 11:58

„Applaus ist der höchste Orden für einen Clown“

Er hat den Zirkus Roncalli gegründet, führt ihn seit 37 Jahren, und hat vor kurzem seinen 66. Geburtstag in der Manege als Clown in der Nummer „Bienchen gib mir Honig“ gefeiert. Die NRZ traf Bernhard Paul zu einem Gespräch über Zirkus damals und heute in seinem mobilen Zuhause, einem 100 Jahre alten, sanierten Zirkuswagen. An einem ehrwürdigen Tisch, „da haben schon vier Bundespräsidenten gesessen“, sagt Paul.

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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 06.07.2013, 23:31

Berhard Paul wird alt, denn er träumt von einer heilen Welt in der Kaiserzeit. :mrgreen:

"Die Kaiserzeit, die hatte schon was"

Bernhard Paul ist Clown und zugleich Chef des Circus Roncalli. Er bewohnt eine Art Museum, klagt über Zeitgeistkomödianten in pinken Jogginganzügen – und erklärt die Vorzüge der Kaiserzeit.

http://www.welt.de/wirtschaft/article11 ... n-was.html
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Felix » 07.07.2013, 21:47

Peter hat geschrieben:Berhard Paul wird alt, denn er träumt von einer heilen Welt in der Kaiserzeit. :mrgreen:

"Die Kaiserzeit, die hatte schon was"
Der wird immer skuriler. :mrgreen:
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Gisela » 11.02.2014, 07:29

Kleine Zeitung - Serie zu Traumberufen - zwischen Illusion und Wirklichkeit.

"Die Kunst ist, was man daraus macht"
Seit beinahe 40 Jahren ist Bernhard Paul Zirkusdirektor. Im Oktober gastiert er wieder in Graz.

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/j ... acht.story
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 31.03.2014, 23:58

Bernhard Paul
Der größte Feind vom Zirkus ist der schlechte Zirkus

Der Roncalli-Chef über Parkplatz-Populismus, die Poesie im Zirkus und seinen Wunsch, den Zirkus zum Weltkulturerbe zu machen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moe ... -1.4141691
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Admin » 11.05.2015, 15:30

Ist's noch zum Lachen? Roncalli-Gründer Bernhard Paul im Interview

Ist's noch zum Lachen? Roncalli-Gründer Bernhard Paul im Interview - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... 2084779094
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 05.09.2015, 00:32

Über Geld spricht man nicht

Was verdient ein Clown? Sind feste Budgets ein Witz? Ist Applaus eine Währung? Bernhard Paul, Direktor des legendären Zirkus Roncalli, zaubert auch im Gespräch

Hereinspaziert, hereinspaziert! Bernhard Paul empfängt in seinem Zirkuswagen. Aus dem Zelt nebenan dringt Popcorngeruch und ab und zu ein Tusch. Paul ist glänzender Laune, wenn er nicht lächelt, dann lacht er. Ansonsten: imitiert er Helmut Kohl, erzählt Anekdoten in breitem österreichischem Dialekt, zaubert ein bisschen und strahlt wie ein Kind über seine eigenen Tricks. Seit dem 22. August gastiert Roncalli in Hamburg.

http://www.zeit.de/2015/35/zirkus-ronca ... lown-zippo
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 15.03.2016, 00:39

„I hab’ mer’ dacht: I moch des jetzt amol“ :D

Himmel, nein, Bernhard Paul (68) wird seine kaufmännische Wirksamkeit gewiss nicht einstellen, aber er hätte gern, dass ihm einiges abgenommen würde, weshalb er manch lästige Aufgabe bei der Leitung seines Betriebs künftig einem Geschäftsführer anvertrauen will: „Es mocht mer kan Spaß, mit am Bürokraten über Plakatierung zu red’n. Des is ned meins“, sagt Paul mit kühler Gereiztheit. „Aber i moch’s. Für’n Zirkus moch i eh olles.“

Pauls Laune ist verhangen wie der Spätherbsttag, an dem wir uns in Hannover treffen, wo sein Circus Roncalli seit einigen Tagen gastiert. Die Stadt hat seine Werbeplakate abhängen lassen: „Selber plakatieren dürfen’s, wenn Woahlkampf is’, kost’ an Schweinegeld, wir zahl’n ’s. Und wir dürfen zwar Steuern zahlen, aber ned werben. Das find’ i eine Riesensauerei.“

https://www.bilanz.de/exklusiv/roncalli ... n=bilanzhp

Guter Artikel, der dieses Unikum Bernhard Paul beschreibt. :)
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 14.06.2016, 01:15

Direktor des Circus Roncalli
Wie Bernhard Paul unter der Brücke gelandet ist

Vom kleinen Zirkuswagen hat es Bernhard Paul zu einem Imperium gebracht. Heute geht Roncalli mit bis zu drei Circus- Teams auf Tournee, dazu kommen Weihnachtsmärkte, Dinnershows - bis zu 1000 Mitarbeiter hat der Roncalli-Chef, der auch schon Mozarts „Zauberflöte“ inszeniert hat.

Wir trafen ihn da, wo er sich am wohlsten fühlt: inmitten der Zirkuswagen auf der Wiese.

Interview unter: http://www.express.de/duesseldorf/direk ... cebook.com
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 09.09.2016, 21:57

Zirkusdirektor Paul: "Mit harter Arbeit ist es heute schwer"

Roncalli-Zirkusdirektor Bernhard Paul erzählt, wie leicht man früher Bankkredite erhalten hat, warum Düsseldorfer schneller klatschen als Wiener und Clowns im Zirkus am meisten verdienen.

Würde man heute für einen Zirkus also keine Finanzierung mehr bekommen?

Nein, nichts. Allein die Reservierung eines Platzes ist heute wesentlich komplizierter. Damals hat man gesagt: „Ja, irgendwie geht es.“ Heute braucht man ein Lärmgutachten, ein Umweltgutachten, ein Verkehrsgutachten. Jedes Gutachten kostet 3000 Euro. Was heute alles sein muss, bis man einen Platz hat, ist ein Horror.

http://diepresse.com/home/meingeld/uebe ... ute-schwer

Kommentar: Das kommt halt davon, wenn man immer auf Spezialplätze will, anstatt auf die bestehenden Festplätze. :mrgreen:
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 12.09.2016, 09:05

40 Jahre „Gemischtwarenladen“ der Fantasie

Seit 40 Jahren rollt der Circus Roncalli durch Europa. Er wurde von dem gebürtigen Lilienfelder Bernhard Paul gegründet, der sich noch heute auf seinen „täglichen Urlaub in der Manege“ freut, wie er im ganz persönlichen Interview verriet.

Auch 40 Jahre nach der Gründung des Circus Roncalli begeistert Direktor und Gründer Bernhard Paul noch immer als Clown Zippo das Publikum. Der gebürtige Niederösterreich wuchs in Wilhelmsburg auf, wo er sich schon als Kind in die Welt des Circus verliebte. Heute rollt sein eigener Circus nicht nur mit mehr als 100 Jahre alten Wägen durch Europa, sondern betreibt auch ein Apollo-Varieté in Düsseldorf oder ein Roncalli-Café in Hamburg. „Wir sind ein Gemischtwarenladen in Sachen Fantasie“ sagt Bernhard Paul, dessen Frau aus einer italienischen Circus-Familie stammt und drei Kinder ebenfalls in der Manege stehen. Im Circus sei er zuhause und hier wolle er eine Welt schaffen, in der sich junge und alte Kinder wohl fühlen, sagt er im Gespräch mit Anne-Maria Neubauer.

Mehr unter: http://noe.orf.at/news/stories/2795875/
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 16.03.2017, 11:43

Bernhard Paul
"Zeitgeist ist eine schnell verderbliche Ware"
Mönchengladbach. Bernhard Paul gehört zu den profiliertesten Zirkusmachern der Welt. Im RP-Interview erzählt er, was ein gutes Programm ausmacht.
Wir treffen ihn dort, wo er sich am wohlsten fühlt: im Café des Artistes, dem rollenden Wiener Kaffeehaus des Circus Roncalli. Bernhard Paul hat eine Tasse Cappuccino vor sich stehen, steckt sich eine Zigarette an und kommt ins Schwärmen. Denn obwohl der 69-jährige Zirkusdirektor ein unruhiger Geist ist, der ständig an neuen Ideen arbeitet, für ein Gespräch über die Anfänge des Circus Roncalli vor 40 Jahren nimmt er sich Zeit.

Herr Paul, woher kommt Ihre Faszination für den Zirkus?

Bernhard Paul Ich hatte ein Schlüsselerlebnis, als ich etwa fünf oder sechs Jahre alt war. Ich war damals zum ersten Mal in einer Zirkusvorstellung, und plötzlich tat sich für mich eine ganz neue Welt auf. Es war eine Gegenwelt zu der schwarz-weißen Industriekulisse voller Fabriken, die ich sonst kannte. In diesem Moment habe ich beschlossen, das wird mein Leben sein.

Mehr unter: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moe ... -1.6692600
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Re: Bernhard Paul

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 21.05.2017, 21:53

"Roncalli"-Gründer Bernhard Paul wird 70
Ein Leben als Clown


Er hat noch lange nicht genug von seinem Zirkus „Roncalli“. Heute wird Bernhard Paul 70 – als Zippo ist er weiter mit in der Manege.

Mehr unter: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 29904.html
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