DDR-Artisten treffen sich

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DDR-Artisten treffen sich

Ungelesener Beitragvon Circusworld » 17.04.2017, 14:41

DDR-Artisten treffen sich
- "Ein schöner Beruf, aber kein leichtes Leben"

Sie waren Jongleure, Trapezkünstler und Reck-Artisten. In der DDR waren sie angesehen und wirtschaftlich abgesichert - sie durften sogar in die Manegen der Welt reisen. Jedes Jahr blicken sie gemeinsam zurück: beim Artistentreffen in Wittenberg. Von Bettina Rehmann
"Nichts ist so vergänglich wie der Erfolg von gestern" – steht auf der Visitenkarte von Sigmar Kebschull. Und Erfolg hatte er. Als Luftakrobat unter dem Künstlernamen "Die Carbenis" trat er zu zusammen mit Frau und Schwester auf. Im Zirkus, im Friedrichstadtpalast, im DDR-Fernsehen "Zwischen Frühstück und Gänsebraten".

Im silbern glänzenden, eng anliegenden Kostüm kopfüber hängend balancierte er die zwei leicht bekleideten Frauen nur an einem Riemen im Genick – während sich beide Frauen um die eigene Achse drehten. Damals war der Trick einzigartig, sagt Kebschull, daher waren sie weltweit gefragt. Auf allen Kontinenten hatten sie Auftritte – nur seine zwei Töchter mussten als "Pfand" in der DDR bleiben, damit die drei immer wieder zurückkehrten. Doch Fluchtgedanken, sagt er, hatte er ohnehin keine. Denn das Leben sei für Artisten im Westen noch härter gewesen. In der DDR seien sie zumindest kranken- und unfallversichert und gut angesehen gewesen – "es war kein leichtes Leben, aber ein schöner Beruf."

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