Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Geschichten, Erinnerungen, Märchen und Gedichte

Re: Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Ungelesener Beitragvon Ingo Böckmann » 10.08.2008, 09:50

Auch,wenn ich schon lange aus dem Schulalter herraus bin-da freut man sich auf die nächsten Ferien . . . :D !
mit freundlichen Grüßen Ingo
Ingo Böckmann
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Re: Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Ungelesener Beitragvon Kevin » 10.11.2008, 18:38

Oh jee wie´s aussieht hab ich den Bericht über die Herbstferien ganz vergessen zu schreiben ... :lol: :oops:

... folgt die Tage ;)
Viele Grüsse,
Kevin aus Dülmen
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Re: Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Ungelesener Beitragvon Kevin » 21.11.2008, 19:00

Herbstferien 2008

Nach 6 Wochen „Knie-Entzug“ ging es am 27.09.2008 endlich wieder los. Meine Mutter brachte mich nach Donaueschingen, und aufgrund der weiten Strecke von fast 600 km fuhren wir schon um 5 Uhr am Morgen los. Mit einigen Staus auf der Strecke kamen wir nach fast 7 Stunden Fahrt um ca. halb 12 an. Es war wieder einmal ein recht enger Platz, aber es fand sich noch ein schönes Plätzchen für mein Zelt, dieses schlug ich zwischen den Artistencampings auf der Wiese auf. Ich legte schnell mein Kabel und machte, wie üblich einen Rundgang über den Platz. Natürlich traf ich sofort viele bekannte Gesichter, die sich freuten, dass ich wieder da war. Schorschi gab mir in der Restauration direkt die erste Aufgabe, ich sollte Popcorntüten auffüllen und in den Thekenwagen räumen. Direkt danach kam Egla zu mir, mit der Bitte ihr zu helfen, also half ich ihr im Büro beim abwiegen von Flyern für den Postversand. Zwischendurch verkaufte ich in den Pausen und beim Einlass in der Restauration. Die Abendvorstellung war wieder ausverkauft und es mussten über 500 (!) Besucher auf die nächsten Vorstellungen vertröstet werden. Am Abend traf ich noch Peter Burger und am nächsten Morgen war der Besucherandrang ähnlich wie am Vorabend. Meine Aufgabe am Vormittag und Nachmittag war wieder das Verkaufen in der Restauration. Nach der Nachmittagsvorstellung wurden einige Stände aus dem Vorzelt sowie einige der Tiere verladen, und der halbe Circus setzte sich in einem Konvoi in Bewegung zu einer Gala bei einer Großhandelsfirma in Villingen-Schwenningen , die mit einer Circusvorstellung eine neue Halle einweihte. Hier verschenkten wir Popcorn und Zuckerwatte an die Gäste. Insgesamt ein schöner Abend, aber es wurde spät, so waren wir um etwa 2 Uhr in der Nacht wieder auf dem Platz in Donaueschingen. Die Nacht war sehr kalt, und meine Heizung im Zelt lief auf Hochtouren, so musste ich den Rat, in einer Zugmaschine zu schlafen nicht befolgen. Montag hatte ich Zeit zum Ausschlafen und am Vormittag ging ich in die Stadt. Mittags galt es Getränkekisten zu sortieren, da Schorschi nicht zu finden war die Getränkelieferung anzunehmen und beim Einlass und in der Pause verkaufte ich wieder in der Restauration. Zwischendurch gab es im Büro wieder einiges für den Postversand zu Packen, nur zu EINER bestimmten Nummer im Programm legte ich immer eine Pause ein. ;) Goldi lud mich ein, am Abend dabei zu sein, wie schon im Vorjahr, in den Geburtstag ihres Sohnes René hereinzufeiern. Auch dieser Abend war sehr schön, lustig und – da ich wie immer einer der letzten auf der Party war - wurdees auch wieder spät. Nach einer wiederum kalten Nacht packte ich am nächsten Morgen all meine Sachen zusammen und räumte sie in Sigrids Badezimmer. Sie fuhr recht früh los zum nächsten Platz nach Wangen. Nach der Pause baute ich das Vorzelt mit ab und nach dem Finale fuhr ich, nachdem eine kleine Panne am Kabel von Mona´s Camping zu reparieren war mit etwas Verspätung mit Goldi und Rene zum nächsten Platz. Bei strömendem Regen kamen wir in Wangen an und stellten die Campings. Mein Zelt baute ich an diesem Abend nicht mehr auf, netterweise durfte ich die Nacht in Jochim Sperlichs Zugmaschine verbringen. Mona brachte mir etwas zu Essen mit und durchnässt zog ich mich um und legte mich Schlafen. Mittwochmorgen hieß es um kurz vor 7 aufstehen, denn es ging nach Stuttgart zum Reklame machen. Ich machte mich fertig, und da meine Schuhe noch nass waren. Musste ich zum Reklame machen die guten Einlassschuhe anziehen. Wir begannen die Reklame für das 18-tägige Gastspiel in Stuttgart in Esslingen, womit wir an diesem Tag auch fertig wurden. Auf der Hinfahrt holte ich meinen fehlenden Schlaf der letzten Tage nach. Wir frühstückten noch schnell bei Mc Donalds in Esslingen. Ich hatte mich erkältet, so hielten wir kurzerhand an einer Apotheke an. Mona ließen wir anschließend in der Innenstadt raus, und Goldi und ich fuhren die kleineren Orte in der Umgebung ab. Nach einer kleinen Mittagspause machten wir weiter. Als wir um ca. 18.30 Uhr fertig waren, fuhren wir wieder Richtung Wangen, wir hielten noch schnell an um etwas zu essen. In Wangen angekommen baute ich im Dunkeln noch schnell mein Zelt auf. Ich legte Strom, telefonierte noch mit Jan aus Melle, der in den Herbstferien leider nicht mitreisen konnte, und war froh endlich schlafen zu können. Donnerstag, am Morgen des Premieretages half ich zuerst Anthony seine Plattform mit seinem Trapez hochzuziehen und zu befestigen. Danach trug ich noch zusammen mit Maria ihre Requisiten in den Sattelgang. Ich unterhielt mich ziemlich lange mit Anthony, und später ergab sich noch ein kleines Spontantreffen im Chapiteau, bevor ich mit Anthony und seinem BMW zum ca. 100 m entfernten Artistenplatz fuhr. Er zeigte mir kurz etwas und wir gingen zurück zum Chapiteau wo wir uns noch einige Zeit mit den anderen unterhielten. Mittags gaben mir Virgilia und Giovanni an der Kasse noch einige Tipps zu einem bestimmten Thema ;) . Nachdem ich die Kasse verließ, machte ich mich fertig für den Einlass. Ich verkaufte wieder im Vorzelt und nach Vorstellungsbeginn machte ich einen Fotorundgang. Es hatte den ganzen Tag geregnet , und wollte einfach nicht mehr aufhören, die Vorstellungen waren aber dennoch gut besucht. Neben meinen Standartaufgaben in der Restauration gab es an diesem Tag keine weiteren nennenswerten Ereignisse, obwohl es irgendwie nicht mein Tag war. Peter Burger besuchte den Circus an diesem tag, er blieb die nächsten Tage mit seinem Camping auf dem angrenzenden Stellplatz. Am Freitag, den 03. Oktober gab es einen Tag der offenen Tür, der aufgrund des Wetters nur mäßig besucht war. Es regnete wie aus Eimern. Für den Postversand gab es wieder einiges zutun, so saß ich den ganzen Vormittag im Vorzelt und zählte Flyer ab und packte Umschläge. Anschießend zog ich einen Graben um mein Zelt, und Schorschi, Virgilia und Giovanni machten sich einen kleinen Spaß mit mir (oder besser „Test“), den ich erst am Abend enttarnte. Jedenfalls hatten wir viel zu lachen (siehe „Freund aller Herzen“ viewtopic.php?f=50&t=2412 ) . Eigentlich hatte ich vor, die Tipps von Virgilia an dem Tag zu befolgen, aber die Geschäfte hatten zu –es war nun mal Feiertag. Samstagmorgen sortierte ich mit André und Maik Getränkekisten und räumte sie in den „Roncalli“-Wagen. Nachmiitags und am Abend waren wieder meine Standartaufgaben zu erfüllen. Sonntagvormittag verschlief ich, und kam so zu spät zum Einlass der 11-Uhr-Vorstellung. Es hatte gefroren in der Nacht, und so war mir zum ersten Mal trotz Heizung kalt. Ich eilte zum Einlass und packte nachher meine Sachen zusammen. Nach der Pause der zweiten Vorstellung galt es wieder den Inhalt der Vorzeltes zu verstauen und das Vorzelt abzubauen und zu Verladen. Als dies fertig war, verpasste ich meine Mitfahrgelegenheit bei Goldi. Auch mein „Ersatz“ Mona war schon weggefahren, also fuhr ich mit Schorschi zum nächsten Gastspielort nach Leutkirch. Dort angekommen, bekam ich einen Standplatz zwischen „altbekannten“ Nachbarn – zwischen Mirjan und Maria. Relativ schnell war ich fertig mit dem Aufbau, und wie zu hören war gab es beim Abbau in in Wangen einen kleinen Zwischenfall, der sich aber am nächsten Tag als weniger schlimm herausstellte. Mona brachte mir später noch etwas zum Essen und ich ging schlafen. Montagmorgen ging es zum Reklamemachen wieder nach Stuttgart, vorher aber half ich Corty Althoff noch beim Einweisen und Rangieren einiger Wagen. Dann holte ich mit Goldi die Plakate und Flyer aus dem Ballettwagen und als Mona und Virgilia kamen fuhren wir los. Wir fingen in Plienlingen an und arbeiteten und bis zum Abend u.a. über Heumaden und Degerloch nach Stuttgart-Vaihingen vor. Bevor wir zurück nach Leutkirch fuhren, kauften wir noch in der Metro in Esslingen ein. Am nächsten Morgen gab es endlich mal wieder richtig gutes Wetter. Zuerst half ich wieder Anthony beim anbringen seines Trapezes, und anschließend entfernte ich mit Giovanni der Steine aus der Manege und verteilte die Sägespäne. Später gab es wieder ein lustiges Zusammentreffen, und danach brachte ich Monas Hula-Hoop-Reifen zum Sattelgang. Als ich fertig war, zog ich mich um da es ziemlich warm war. Ich ging zu Virgilia und Mona an die Kasse um mich ein bisschen mit den Beiden zu unterhalten, später hieß es schon wieder Umziehen zum Einlass und Standartaufgaben machen. In der Restauration hatten wir wieder einmal viel zum Lachen. Mittwochmorgen hieß es schon wieder einpacken, es ging schon weiter. Ich nahm die Post entgegen und brachte sie schnell ins Büro, während ich anschließend schon wieder meine Sachen verstaute. Mittags besuchte ich zuerst Virgilia und dann Mona an der Kasse, ohne auf die Zeit zu achten – und so kam ich etwas zu Spät zum Einlass, was aber kein grosses Problem war. Nach dem Einlass packte ich den Rest meiner Sachen zusammen, und nach der Pause bauten wir wieder alles ab. Kurz nach der Vorstellung fuhr ich mit Goldi und Rene nach Biberach, wo wir um ca. 19.45 ankamen. Der Platz, an dem ich mein Zelt aufschlug war etwas schräg, was aber – ausser dass ich im Schlaf immer nach unten rollte – kein grösseres Problem darstellte. Später brachte mir Mona wie schon die letzten Fahrtage etwas zu Essen mit in mein Zelt, und vor Sigrids Wagen gab es noch eine gemütliche kleine Runde am letzten einigermassen warmen Herbstabend. Gegen 23 Uhr ging ich schlafen und am nächsten Morgen ging es wie üblich am Ausfalltag Reklame machen. Ich holte die Kartons aus dem Ballettwagen und wir machten und gegen 8 Uhr auf den Weg. Wir machten wieder in Stadtteilen Stuttgarts Reklame – in einem Ort konnten wir keine Reklame machen, dort spielte Circus Piccolo und in einem anderen Circus Kaiser. Die Mittagspause verbrachten wir in einem Center in Stuttgart-Vaihingen. In einem Stadtteil lief ich Reklamechef Mirjan über den Weg, der dort gerade die Tafeln anbrachte. Am Abend war ich schon sehr müde und erschöpft und die anderen auch. So waren wir gegen 20 Uhr zurück in Biberach, wo ich noch schnell Strom legte. Im sitzen schlief ich auf meinem Stuhl in meinem Zelt ein – und wäre wahrscheinlich ohne eine SMS von Mona nicht mehr vor dem nächsten Morgen aufgewacht. Freitag half ich wieder Anthony beim Trapez. Gegen 12Uhr waren wir fertig, wir hatten Hunger. Also gingen wir in die Stadt zum Frühstücken. Auch trotz der ungewöhnlichen Zeit zum Frühstücken bekamen wir in einem netten Café noch etwas. Wir plauderten über alles mögliche, und später kamen noch Maria und Egla mit Eglas kleinem Sohn Damian hinzu. Gegen 13.30 machte ich mich wieder auf den Weg zum Festplatz, zog mich um und ging wieder vor die Kasse. Nach dem Einlass machte ich einige Fotos und verkaufte auch in der Pause wieder. Am späten Nachmittag gab es zwei neue junge Kängurus zu besichtigen und am Abend gab es eine kleine Runde im Vorzelt. Samstagvormittag war ich noch in der Stadt, und am Nachmittag kamen schon meine Mutter und Jan, die mich abholten. Sie blieben aber über Nacht und wir fuhren erst am Sonntag nachhause. Sonntagmorgen hieß es also ersteinmal Verabschieden, und dieser Abschied nach diesen tollen, lustigen und unvergesslichen zwei Wochen fiel mir wieder einmal besonders schwer. Mein besonderer Dank geht deshalb wieder an Sascha, der es mir immer wieder ermöglich meine Erfahrungen mit dem Circusleben zu sammeln. Es hat mir wieder einmal sehr viel Spaß gemacht, und ich freue mich bei Knie so viele Freunde gefunden zu haben… Außerdem bedanke ich mich nach dieser Zeit besonders in erster Linie bei den Sperlich´s, Sigrid, Anthony und vielen anderen für die tollen Zeiten in der Saison 2008 ! Ich freue mich nun erst einmal auf den Trierer Weihnachtscircus, bei dem ich vom 17.12.-05.01. bin, und natürlich auf meine FERIEN in der nächsten Saison 2009 – dann wahrscheinlich endlich mit einem eigenen Camping …

Kevin Leppien, 21.11.2008
Viele Grüsse,
Kevin aus Dülmen
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Re: Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Ungelesener Beitragvon Admin » 21.11.2008, 19:57

Kevin hat geschrieben:Neben meinen Standartaufgaben in der Restauration gab es an diesem Tag keine weiteren nennenswerten Ereignisse, obwohl es irgendwie nicht mein Tag war. Peter Burger besuchte den Circus an diesem tag, er blieb die nächsten Tage mit seinem Camping auf dem angrenzenden Stellplatz.


Es war doch ein lustiger Tag und wir hatten viel zu lachen. ;)

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Schön, wie Du Deinen Circusalltag hier beschreibst. :D
Mit circensischen Grüßen

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Re: Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Ungelesener Beitragvon robert z. » 21.11.2008, 20:02

Wieder ein schöner Bericht von dir! Welcher Circus Kaiser spielte den in Stuttgart? Sah am MI in Sindelfingen einen alten Ladenhänger von CK, villeicht war er ja von dir :-)...

Robert Z.
Back again 2009...
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Re: Meine Ferienerlebnisse im Zirkus Charles Knie

Ungelesener Beitragvon Reinhard » 21.11.2008, 20:55

Wieder ein sehr guter Erlebnisbericht. Es ist immer eine Freude die Berichte von Dir zu lesen. Deine Berichte zeigen aber auch, Zirkus ist nach wie vor viel Arbeit. Aber in einem guten Team wie bei CK kann man auch viel Spass haben.

Gruß

Reinhard
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