CIRCUS BARNOTI

Über die Traumcircusse in Miniatur

CIRCUS BARNOTI

Ungelesener Beitragvon Admin » 19.07.2007, 12:45

CIRCUS BARNOTI der einzigartige Modellcircus

In den 50ziger Jahren begann mein Vater mit dem Bau eines Spielzeugcircusses für meinen Bruder, der damals 5 Jahre alt war. Zu diesem Spielzeug gehörten ein Holzbau als Chapiteau, Stallungen, Transportwagen für Tiere und Requisiten sowie Zugmaschinen. Es gehörten auch Tiere der Firma Elastolin und Lineol zum Circus.
Mit dem Älterwerden meines Bruders verlor sich das Spielzeug auf dem Boden. Mitte der 70iger Jahre fand ich die Reste. Wagen und Tiere waren noch gut zu gebrauchen, aber der Holzbau sowie die Stallungen waren nicht mehr verwendbar.

Nun fing ich an einen neuen Circus aufzubauen. Ich baute das erste Chapiteau aus Stoff, ein Stallzelt und natürlich entwarf und baute ich einige Wagen, die für einen Circusbetrieb nötig sind. Es folgte das zweite Chapiteau, moderner und dem Original ähnlicher. Das gleiche geschah mit den Stallzelten. Nunmehr werden 3 Zelte benötigt, da der Tierbestand auf 170 Tiere angewachsen ist. Ich versuche mit meinem Modell tierschutzrechtliche Bestimmungen weitestgehend einzuhalten. Seit das Spielzeug zum Modell wurde, wuchs der Circus beträchtlich: 1 Chapiteau ca. 150 cm Durchmesser mit über 2000 Einzelteilen, über 100 Fahrzeuge auf denen alles verpackt werden kann, dazu zählen Zugfahrzeuge (Trucks, Traktoren, diverse andere LKW und PKW), Anhänger für Tiere, Requisiten, Wohnwagen, sogenannte Funktionswagen (Büro, Küche, Werkstatt, Garderobe, Schule, Imbiss u.a.) Der Circus kann auf- und abgebaut werden wie im Original, nur dauert es erheblich länger. Platz findet der Circus auf einer Fläche von 30 bis 40 Quadratmetern. Das Modell hat einen Maßstab von 1:25.

Fahrzeuge
Meine Fahrzeuge entwerfe und baue ich selbst. Nach einigen Recherchen sowie Ermittlung der Verwendung werden Entwürfe erstellt. Es wird nach der StVO im Maßstab 1:25 gebaut. Das bedeutet 1 Meter im Original sind 4 cm im Modell. Das Material: Verwendung findet fast alles bis hin zu Buchstabennudeln für Beschriftungen, Holz, Metall, Pappe, Stoff, Draht usw.. Wenn alles geklärt ist, geht es an die Anfertigung der Zeichnung. Beim Bau der Modelle zeigt es sich, dass immer wieder Veränderungen am Modell gemacht werden. Manche Wagen werden auch mit einer Innenbeleuchtung bzw. Elektrik versehen, so zum Beispiel der Eingangswagen. Auch die Stallzelte und das Chapiteau wurden von mir entworfen und gebaut mit den dazugehörigen Transportwagen. Am Modell wird immer weitergebaut. So soll demnächst die Sitzeinrichtung für das Chapiteau erneuert und modernisiert werden.

Werkstatt
Bevor ein Wagen das Winterquartier verlassen kann bzw. mit auf die Circusreise geht, muss ein Reihe von Aufgaben gelöst werden. Da stehen Fragen wie:
Für Wen oder Was wird der Wagen benötigt?
Wie sind die StVO-Vorschriften, Länge, Breite, Höhe usw.?
Wie soll die Platzauslastung geordnet werden?
Welches Material wird verwendet?
Welche Räder, Fenster, Gitter, mit Licht oder oder oder???
Nun geht es an den Entwurf, entweder am Computer oder am Reisbrett. Alle 6 Seiten werden gezeichnet.

Wo sitzt was im Wagen?
In welcher Höhe werden Fenster eingearbeitet, wo fängt der Kellerkasten an, wo hört er auf?
Wo wird der Wagen geteilt?
Wenn alle Fragen zur Zufriedenheit gelöst sind, geht es an die Materialbeschaffung. Das ist heute kein Problem mehr, man braucht nur das gewisse Kleingeld und die nötigen Ideen. Nun geht es ans sägen, nageln, leimen, bohren, schneiden, löten, schleifen usw.

Der Wagen ist im Rohbau fertig. Nochmals schleifen, damit der Lack später schön glänzt. Der Innenausbau ist meist kompliziert, da in einem Wagen von der Abmessung 40 Zentimeter lang, 10 Zentimeter breit und ca. 13 bis 15 Zentimeter hoch nicht viel Platz für Hände, Werkzeug usw. ist. Noch ein bisschen Farbe aufgetragen, Kleinigkeiten werden angebracht, Griffe, Zahlen, Stromanschluss, Ketten, Rücklichter, Hacken, Lampen und zum Schluss das Nummernschild, das dem Insider einiges über diesen Wagen verrät:

Auch die Stallzelte und das Chapiteau wurden von mir entworfen und gebaut mit den dazugehörigen Transportwagen. Am Modell wird immer weitergebaut. So soll demnächst ein Neues Chapiteau mit einem Durchmesse von 160 Zentimeter gebaut werden. Der Rohbau ist schon fertig.

Tiere
Zum Circus gehören 170 Tiere aus allen Kontinenten der Erde.
Für alle Tiere gibt es eine Unterkunft, die nach den Leitlinien für die Tierhaltung in Circusbetrieben gebaut wurde.
So finden Raubtiere (Tiger, Löwen, Braun- und Eisbären, Schwarze Panther) in ihren Wagen reichlich Platz. An diese Wagen ist ein 100 Quadratmeter großzügiges Freigehege mit Wasserbassin gekoppelt. In diesem Freigehege können sich die Raubtiere je nach Art aufhalten.

Für die Affen ist ein geräumigen Käfig als Freigehege am Wagen installiert, in dem sie ihre Rangkämpfe austragen können.
Für die Krokodile gibt es ein Extrabassin zum Baden, das gleiche auch für die Seelöwen.
Ein großräumiges Stallzelt beherbergt die Exoten (Kamele, Antilopen, Zebras, Giraffen u.a.). An diesem Zelt wird ein sehr großes Freigehege angebaut sobald es die Platzbedingungen erlauben. Für die 30 Pferde ist es das gleiche, hier sind sogar alle Pferde in Einzelboxen untergebracht, die sie selbständig verlassen können.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Hüttinger
04349 Leipzig
http://www.circusbarnoti.de - circusbarnoti@arcor.de
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