Zirkus Danielo (Monja Rojan)

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Zirkus Danielo (Monja Rojan)

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 14.12.2017, 23:15

Kein Winterquartier in Bad Kreuznach?
Zirkus droht Zwangsgeld
Ein kleiner Wanderzirkus sucht händeringend nach einem Platz auf dem er überwintern darf. Noch steht der Wanderzirkus in Bad Kreuznach auf der Pfingstwiese. Das duldet die Stadt aber nicht.

Die Stadt Bad Kreuznach droht dem Zirkus "Danielo" auf dem Messeglände Pfingstwiese mit einem Zwangsgeld von 10.000 Euro, sollten die Artisten und Tiere den Platz nicht umgehend räumen. Der Wanderzirkus hatte dort vergangene Woche im hintersten Winkel des Festplatzes sein Winterquartier ohne Erlaubnis aufgeschlagen. Die Zirkusinhaberin Monja Rojan sagte dem SWR, sie hätte in den vergangenen Monaten vergeblich nach einem trockenen Winterquartier in der Region gesucht - allerdings ohne ein Plätzchen zu finden. Deshalb hätten sie ihre Zelte auf der Pfingstwiese aufgeschlagen. Die 46-Jährige führt den kleinen Zirkus in der dritten Generation.

Die Pfingstwiese in Bad Kreuznach sei für den Familienbetrieb mit zwölf Ponys und Lamas der einzige Ausweg gewesen. Müssten sie jetzt das Gelände wieder räumen, so Rojan, wüsste sie nicht wohin. Die Geldstrafe von 10.000 Euro könne sie nicht bezahlen, das würde das Aus für den Zirkus bedeuten. Sie habe versucht, mit der Stadt einen Kompromiss zu finden, allerdings ohne Erfolg.

Mehr unter: https://www.swr.de/swraktuell/rp/mainz/ ... 62/fx14ly/
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Re: Zirkus Danielo (Monja Rojan)

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 30.12.2017, 20:37

Welle der Hilfsbereitschaft für gestrandete „Danielo“-Familie in Bad Kreuznach

Große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung hat den Menschen des in Not geratenen Wanderzirkus Danielo auf der Pfingstwiese ein Weihnachtsfest beschert, bei dem für kurze Zeit die schlimmsten Sorgen vergessen waren. Viele Bürger gaben Lebensmittel oder kleine Weihnachtsgeschenke für Alisha, die dreijährige Enkeltochter von Zirkuschefin Monja Rojan ab. Heuballen und Stroh für die Ponys und Lamas spendeten Thilo Krapf vom benachbarten Reiterhof sowie die Landwirte Björn und Hermann Borninger aus Ellern. Den Transport aus dem Hunsrück hatte Dieter Reinhardt mit einem Transportfahrzeug der Firma Bott organisiert. „Damit hätten wir nie gerechnet, wir danken allen ganz herzlich“, ist Zirkuschefin Monja Rojan gerührt. Eine erneute großzügige Unterstützung gab es vom Rotary-Club Bad Kreuznach-Nahetal, der schon vor den Feiertagen die 600 Euro Kaution für den Wasser- und Stromanschluss übernommen hatte. Jetzt hatte Präsident Helmut Schmidt Monja Rojan zu einem Großeinkauf bei einem Discounter begleitet, bei dem die 46-Jährige den ganzen Kofferraum mit Lebensmitteln vollladen konnte. Rund 400 Euro hatten die Rotarier dafür zur Verfügung gestellt. „Das entspricht unserem Wahlspruch“, unterstrich Schmidt, dass man sich bei der Weihnachtsfeier des Clubs einig war, die Zirkusfamilie zu unterstützen. Einige rotarische Freunde hatten daher sofort am nächsten Morgen bei Landwirten Futterbestellungen aufgegeben oder Lebensmittel gespendet.

Was Schmidt richtig in der Seele wehtut, ist das Verhalten der Behörden, die sofort mit einem fünfstelligen Zwangsgeld drohten, nachdem der Zirkus auf der Pfingstwiese gestrandet war. Ausdrücklich wolle man sich nicht in die rechtliche Situation einmischen, ein bisschen mehr Menschlichkeit hätte sich Schmidt aber dennoch im Umgang mit der in Not geratenen Familie gewünscht. Auch Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, mit der er zwischenzeitlich telefoniert hatte, hätte sich nach seiner Auffassung einmal auf der Pfingstwiese blicken lassen können.

Mehr unter: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokale ... 420207.htm
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Re: Zirkus Danielo (Monja Rojan)

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 17.04.2018, 20:29

Ordnungsamt lässt Wagen zwei Tage vor Zirkus-Abreise von der Kreuznacher Pfingstwiese abschleppen

„Wenn wir gestört hätten, hätten wir unsere Wagen auch selbst hinter dem Damm fahren können“, ist Monja Rojan immer noch fassungslos. Sie habe am Donnerstag noch versucht, das Abschleppen zu verzögern. Vergeblich. „Anhängen“, habe das Ordnungsamt kommandiert und die ganze Aktion ins Rollen gebracht. „Ich habe mich gefühlt wie eine Schwerverbrecherin“, sagt die Zirkus-Chefin. Sie habe noch versucht, Stadtrechtsdirektorin Heiderose Häußermann zu erreichen, die sei aber angeblich in einer Besprechung gewesen. So beschreibt Monja Rojan nun, wie sie „in Panik“ versucht habe, in den Wagen Möbelstücke und Zerbrechliches in Vitrinen und Schränken notdürftig zu sichern. Ein gebrochenes Stützrad an einem Wagen und ein heruntergefallener Fernseher sind erste Schäden, die ihr sofort ins Auge fielen. „Es ist doch eh alles egal“, sagt sie resigniert. „Wegen zwei Tagen so eine Aktion, wir waren doch schon am Zusammenpacken.“ Die Abschlepp-Aktion soll sie nun auch noch bezahlen. 10 000 Euro werde das kosten, haben man ihr gesagt. Das sei „der Genickbruch für unseren Zirkus“, sagt Monja Rojan mit Tränen in den Augen. „Damit machen die mich zum Sozialfall und meine Leute arbeitslos.“ Das Geld könne sie nie im Leben zahlen, habe auch nichts anderes als den Zirkus.

Den Zirkus abzuschleppen, war ihr schon im Januar angedroht worden. Nach Medienberichten und der Unterstützung des Rotary-Clubs Bad Kreuznach-Nahetal wurde der Aufenthalt aber stillschweigend toleriert. Bis zwei Tage vor dem Abreisetermin. Natürlich sei alles etwas anders gelaufen als erhofft, gibt sie zu. Durch das Wetter und die noch nassen Böden seien ihr drei neue Standplatz-Alternativen ab 1. April abgesagt worden. Wegen des anstehenden Automobilsalons habe sie sich beim Bürgermeister im rheinhessischen Horrweiler, dem nächsten Ziel des Zirkus Danilo, eine vorzeitige Anreise für den Samstag genehmigen lassen. „Das ging auch problemlos, wir waren schon öfter dort und er weiß, dass wir uns immer ordnungsgemäß verhalten.“

Von der Stadt habe man ihr 100 Euro Benzingeld zum Wegfahren gegeben, dann sei ihr aber der Ausgleichsbehälter für einen Lkw geplatzt, ohne den sie beim Fahren einen Motorschaden riskiere. Gleichzeitig hatte sie Anfang der Woche auch eine Mahnung der Künstlersozialkasse wegen ausstehender Beträge für die Krankenkasse bekommen, die sich inzwischen auf 596 Euro belaufen. Das Jobcenter, das diese Beiträge zahlen müsse, habe aber offensichtlich an eine falsche Adresse bezahlt.

Mehr unter: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokale ... 677198.htm
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Re: Zirkus Danielo (Monja Rojan)

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 27.04.2018, 11:14

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