Cole Bros. Circus

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Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Admin » 05.07.2007, 16:54

Mit circensischen Grüßen

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Marco
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Marco » 08.09.2008, 02:04

Hatte dieses Jahr die Gelegenheit Cole Bros in Newark, Delaware zu besuchen. Ausgezeichnete Tierdressuren und gute Artistik, leider ohne Ambiente.
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Marco
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Marco » 08.09.2008, 15:45

Newark, DE, 22. August 2008: Zahlreich war das Publikum zur 19.00 Uhr Premiere des Cole Bros. Circus an diesem Freitag erschienen. Angelockt durch “Buy one, get one free” Gutscheine und Radiowerbung waren überraschenderweise auch viele Jugendliche und Studenten erschienen. Schon eine Stunde vor Beginn der Vorstellung kamen die ersten Besucher auf den Circusplatz und ließen sich durch Elefantenreiten, Zuckerwatte, Gesicht bemalen etc. die Wartezeit vor dem gelb-roten 6 Masten Zelt verkürzen.

Im 2,884 Personen fassenden Chapiteau ging es dann an Souvenierständen vorbei zur ovalen Manege in der Kamel- und Ponyreiten für die Kleinen angeboten wurden. Leider ließ der selbsternannte “World's Largest Circus Under the Big Top” vor Beginn der Vorstellung kaum Circusstimmung aufkommen.
Das spärliche Innere, mit einem einfachen Artisteneingang aus Plastik und einer sägemehlfreien Manege, wurde mit regulären Baustrahlern beleuchtet und durch minderwertige Bandmusik beschallt. Generell scheint Atmosphäre für die meisten Unternehmen in den Vereinigten Staaten eher nebensächlich und es werden andere Prioritäten gesetzt.

Das Programm begann wie in den USA üblich mit der Präsentation der amerikanischen Flagge und der Nationalhymne. Diese Aufgabe wurde von einer etwas aufgeregt wirkenden 13 jährigen Miss Delaware Teen übernommen, die mühevoll versuchte die richtigen Töne zu treffen. Nach dieser unfreiwillig komischen Einlage begann das klassische Nummernprogramm unerwartet spektakulär mit den Thunderdome Raiders aus Südamerika. Das Trio zeigte genreübliche Tricks in der Motorradkugel, bei denen unter anderem auch die Kugel in zwei Teile geteilt wurde.
Während die Kugel noch abgebaut wurde begann im anderen Manegenteil bereits ein sympathischer junger Südamerikaner mit seiner Arbeit am einfachen Todesrad. Zu modernen Technoklängen verstand er das Publikum mitzureißen. Als der Ringmaster die Zuschauer noch mit dem Spruch “the louder you go, the faster he goes” (je lauter ihr seid, desto schneller dreht sich das Rad) animierte stieg der Lärmpegel zu ungeahnten Höhen an.
Der amerikanische Tiertrainer Mike Rice hatte danach mit einer Pferdecomedy seinen ersten von drei Auftritten. Obwohl der Bier trinkende Schimmel vor allem beim jungen Publikum sehr gut ankam, konnte sich auch der ein oder andere Erwachsene der Komik nicht entziehen.
Heiter ging es mit dem ersten Entrée des südamerikanischen Clowntrios weiter. Ihre eigenen Version von “Hier wird nicht musiziert” sorgte für den ein oder anderen Lacher und verstand es mit temporärer Musik so manchen Zuschauer zum mittanzen zu bewegen.
Die Trapeznummer der “Flying Grazianos” zog darauffolgend die Blicke der Besucher unter die Circuskuppel. Am fliegenden Trapez zeigte die vierköpfige Truppe mehrere Passagen, einen Dreifachen, sowie eine doppelte Passage.
Carolyn Rice versetzte mit ihrer Pony und Hundenummer das Publikum zurück in die Anfangszeit des amerikanischen Circus, den sogenannten “Dog and Pony Shows”.
Als letzte Nummer vor der Pause betrat die die russische Artistin Svetlana in Begleitung von sechs bildhübschen Artistinnen die Mange und beginnt an den Tüchern die zweite Luftnummer des Abends. Die Nummer wirkt durch unpassende Musikwahl und schlechte Ausleuchtung, trotz Luftballets, unauffällig und leitet mit anschließender Parade in die Pause ein.

Nach der Unterbrechung haben die Clowns ihren zweiten Auftritt. Die schlechte Empfangsqualität ihres Fernsehers verlangt nach dem vollen körperlichen Einsatzes eines Zuschauers. Die unfreiwillige Komik des leicht angetrunkenen Herren lässt die Nummer amüsanter erscheinen als geplant.
Die Allround Artistin Svetlana zeigt auf einer Plattform ihr Können als Handstand-Equilibristin. Leider geht auch diese Nummer im komplett ausgeleuchteten Manegenoval unter und verfehlt ihre Wirkung.
Als dritte Luftnummer folgt die Zopfhang Darbietung zweier bulgarischen Schönheiten, die gekonnt das Publikum in ihren Bann ziehen.
Zurück auf dem Boden der Tatsachen angelangt erwartete das Publikum die Dromedarfreiheit von Mike Rice. Beeindruckend das umfangreiche Trickrepertoir der vier Tiere sowie der ruhige Vorführstil des amerikanischen Tierlehrers.
Die “Flying Grazianos” beweisen mit ihrer Schleuderbrettnummer ihr Talent auf dem Boden und werden von dem absoluten Publikumsliebling des Abends gefolgt.
Der Auftritt der drei indischen Elefanten der Byrd Familie löst wahre Begeisterungsstürme aus. Die Nummer ist außergewöhnlich trickreich und wird flott präsentiert.
Die menschliche Kanonenkugel bildet traditionell den Abschluss des Programms und nach einem kurzen Finale wird das zufriedene Publikum wieder in den Alltagstrott entlassen.
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Boris » 14.09.2010, 00:32

Zwei Bilder von 1999, gefunden im Facebook. Fotos sind von Peter Rosas, er machte die Saison damals als Musiker in diesem Circus.

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Othmar
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Othmar » 15.09.2010, 03:47

Clyde Beatty Cole Bros. Circus ist noch einer der wenigen "Circus Giganten" die in einem Zelt spielen. Hier in North America nennt man solche Circusse "Mud Shows".

Ich habe den Clyde Beatty Circus oefters gesehen und ich muss offen gestehen das ich diese Shows liebe. Da ist noch etwas romatisches dran auch wenn es nur noch ein Schatten von den richtig grossen Mud Shows" ist. Das arbeiten in diesen Shows ist jedoch hart. Da werden keine Manegen prepariert fuer die Tierdressuren, einmal spielt man auf dem Dreckboden eines Ackerfeldes, dann auf dem harten Zement eines Parkplatzes oder im kniehohen Grass einer Kuhweide. Ich habe in einer solchen Mud Show gearbeitet mit meinen Tigern, habe aber meine eigenen Gummi-Manegenmatten mitgebracht. Die Matten waren sauschwer und meine Leute haben immer heftig rumgemault wenn sie sich mit diesen Dingern abquaelen mussten.
Moegen alle deine Tage Zirkustage sein voll Freude und Heiterkeit.

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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Boris » 22.03.2011, 22:00

Ein paar aktuelle Bilder vom Cole Bros. Circus mit dem Aufbau des neuen Zeltes.
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Boris » 22.03.2011, 22:03

Fertig!
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Admin » 29.08.2011, 21:52

Marco, wie gross ist denn dieser Zentralkäfig und was für Tiere wurden da gezeigt?

War das Programm insgesamt gut?
Mit circensischen Grüßen

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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Marco » 29.08.2011, 22:27

Zentralkaefig sah nach "normaler" Manegengroesse (13m) aus. Darin zeigten Judit und Juergen Nerger eine Gruppe Tiger aus dem Hause Hawthorn (11 Tiere).

Programm ist eine reines Nummernprogramm und nett anzusehen. Nicht spektakulaer, aber dem Preis angemessen und dem Publikum hat es gefallen. Hoehepunkt fuer mich waren die Raubtiernummer, sowie die Elefanten, enttaeuschend die "Spassmacher".
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Ingo Böckmann
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Ingo Böckmann » 30.08.2011, 00:01

Ist das eine amerikanische "Standard-Manege",b.z.w. ist es dort üblich,daß die Manegenkästen "so mal auf die Schnelle"auf der grünen Wiese ausgelegt werden? :roll:
Ich frage ,weil mich das sehr an alte amerikanische Circusfilme oder Western,in denen ein Circus vorkommt,erinnert . . . ;)
mit freundlichen Grüßen Ingo
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Re: Cole Bros. Circus

Ungelesener Beitrag von Admin » 18.03.2015, 01:17

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