Wildtierhaltung im Zirkus

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Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 01.08.2020, 08:54

Wildtierhaltung im Zirkus
Klöckner plant Freiheit für Giraffen

In deutschen Zirkussen werden immer noch wilde Tiere gezeigt. Das Landwirtschaftsministerium plant jetzt ein Verbot - zumindest für einige Tierarten

Als Lösung wird ein "Verbot der Haltung bestimmter Wildtierarten" angepeilt, sowie die "Festlegung von Mindestanforderungen an die Haltung aller Tiere im Zirkus".

Als Beispiel sind Giraffen, Nilpferde und Nashörner genannt. Tiere, die nur gezeigt, nicht trainiert würden, weshalb das Argument, sie bekämen dadurch ausreichend Bewegung und kognitive Forderung, nicht gelte.

Eine Verordnung soll Ende August vorliegen

Ob das bedeutet, dass die Haltung von Tieren, die dressiert werden, unter Umständen erlaubt bleiben wird, geht aus dem Entwurf nicht eindeutig hervor. Dokumentiert ist im Ministerium bisher nur die Absicht, an der Umsetzung wird noch gearbeitet.

Mehr unter; https://www.spiegel.de/panorama/gesells ... 0172270205
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 19.11.2020, 18:04

Strengere Tierschutzregeln
Bundesregierung will Giraffen, Elefanten und Bären im Zirkus verbieten!

Für die umstrittene Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkussen sollen Verbote und strengere Tierschutzregeln kommen. Giraffen, Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Primaten und Großbären sollen nicht mehr neu angeschafft werden dürfen. Das sieht ein von Bundesagrarministerin Julia Klöckner am Donnerstag in Berlin vorgestellter Verordnungsentwurf vor

Mehr unter: https://www.berliner-kurier.de/politik- ... -li.120014

Kommentar: Ich denke, damit kann der Circus leben. Bären hat es schon nicht mehr, neue Elefanten gibt es auch nicht mehr, Giraffen, Nashörner und Flusspferde sind ebenfalls Auslaufmodelle. Bezüglich Primaten gibt es noch einen alten Schimpansen, der seinen Lebensabend bei seinem Halter verbringen darf. Dies müsste daher gar nicht gesetzlich festgeschrieben werden.
Bedauerlich ist nur die negative Bewertung der Wildtierhaltung, die aus meiner langen Lebenserfahrung so nicht stimmt. Frau Klöckner solle sich besser um die Mißstände in der Nutztierhaltung kümmern.
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 20.11.2020, 13:48

Ralf Huppertz, der mit seiner Familie selbst einen Zirkus in Schwerin betreibt, kann die betroffenen Kollegen an einer Hand abzählen. Bären gibt es ohnehin keine mehr, ein einziges Flusspferd, einen Primaten und nur noch wenige Giraffen, Elefanten und Wildkatzen. "Eigentlich ein großes Buhei um etwas, das sowieso nicht mehr so große Bedeutung hat." Aber das Thema ist eben emotional - für beide Seiten.

Aus: https://www.sueddeutsche.de/politik/tie ... -1.5120978
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 20.11.2020, 13:56

Zirkus ist mehr als Wildtiere

Der Zirkus hat es seit Jahren nicht leicht.
Die Zuschauerzahlen schrumpfen. Dafür steigen die Kosten.

...

Eine Tatsache ist aber auch, dass die meisten großen Zirkusse ohnehin längst aufgegeben haben. Einige moderne Unternehmen zeigen, dass die Manege mehr ist als eine Tierschau, nämlich ein Ort für Kunst, Artistik und Humor. Den anderen, vor allem den kleinen Familienunternehmen, wird die neue Debatte das Leben aber noch schwerer machen.

Mehr unter: https://www.donaukurier.de/nachrichten/ ... 18,4716358
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 22.11.2020, 13:25

Zirkustiere: Klöckner verstößt gegen ihre eigenen Grundsätze

Aus dem Artikel "Wildtierhaltung im Zirkus. Klöckner plant Freiheit für Giraffen", der am 31.07.2020 auf Spiegel Online veröffentlicht wurde, war zu entnehmen, dass das BMEL Ende August eine Verordnung vorlegen will, die ein Haltungsverbot bestimmter Tierarten - genannt werden Giraffen, Flusspferde und Nashörner - im Zirkus zum Ziel hat. Erstaunt hat das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" diese Nachricht zur Kenntnis genommen. Denn Frau Klöckner hat sich bei verschiedenen Gelegenheiten eindeutig dazu bekannt, dass ihre politische Arbeit vom Prinzip der Wissenschaftlichkeit getragen sein soll. So sagte sie z. B. in der Talkshow von Markus Lanz am 17.01.2019: "Wir sollten mit Daten und Fakten arbeiten und nicht nur dann mit Wissenschaft, wenn uns das Ergebnis gefällt. (...) Am Ende müssen wir Politiker und jeder andere auch sich (...) auf Wissenschaft berufen" (1). Gegen dieses Prinzip verstößt sie mit der geplanten Verordnung eklatant.

Verwunderung löst Klöckners Vorstoß auch deshalb aus, weil zurzeit nur zwei Giraffen und ein Flusspferd mit deutschen Zirkusunternehmen reisen. Das letzte Nashorn ist vor kurzem in hohem Alter gestorben. Wie z.B. Giraffen im Zirkus tiergerecht gehalten werden können, wird in den sog. Zirkusleitlinien, die im Jahre 2000 von verschiedenen Wissenschaftlern und dem Deutschen Tierschutzbund verfasst wurden, sehr detailliert beschrieben. Es ist nicht erkennbar, dass sich unser Wissen über Giraffen, Flusspferde sowie Nashörner seither so sehr verändert hat, dass nun ein Verbot notwendig wäre.

Mehr unter: https://www.presseportal.de/pm/103332/4 ... DPaYlgVSOU
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 22.11.2020, 21:51

SCHLUSS MIT EINEM GENERALVERDACHT DER TIERQUÄLEREI GEGENZIRKUS UND TIERLEHRER
GEPLANTE VERORDNUNG ZUR HALTUNG VON WILDTIEREN IM ZIRKUS


Schreiben des VDCU - Verband deutscher Circusunternehmen
unter: https://www.facebook.com/vdcuev/posts/1902637036544428
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 23.11.2020, 17:51

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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 25.11.2020, 12:07

Sehr geehrte Frau Klöckner,

entweder Sie betreiben bewußt Aktionismus um eine laut schreiende Minderheit fanatischer Tierrechtler zu befriedigen oder Ihre Referenten haben sehr schlechte Vorarbeit geleistet, womit Sie sich nun blamieren.
Denn ihre Aussagen sind Diffamierung einer ganzen Branche, die es nun durch die Coronapandemie extra schwer hat. Wie würden Sie reagieren, wenn nun eine Minderheit behaupten würde, das der klassische Weinbau der Natur schadet, weil dort zu intensiv mit Giften gespritzt wird? Den Aufschrei Ihrer Familie und Kollegen könnte ich mir vorstellen. Deren Lobby ist stark, die des Circus leider nicht und dagegen verbreiten Sie nun leider populistischen Unsinn und schaden damit rund 400 Circussen in Deutschland.
Zur Sachlage:
Bären gibt es schon seit mehreren Jahren nicht mehr beim Circus. Primaten auch nicht mehr, mit Ausnahme eines alten Schimpansen beim Circus Belly, der durch Gerichtsbeschluß dort verbleiben kann. Nashorn und Flusspferd gibt es auch nicht mehr auf der Reise. Alle Elefanten werden altersbedingt in rund zehn Jahren nicht mehr da sein. Die letzten Giraffen wohl auch.
Also ist Ihre Aktion überflüssige heiße Luft, die aber als Ankündigung einer ganzen Branche schadet.
Haben Sie denn schon mal überlegt, woher viele dieser Circustiere kommen? Nashorn, Flusspferd und Giraffen sind alles männliche Tiere, die als Nachzuchten in Zoos wegen Platzmangel an Circus verkauft wurden. Die Alternative wäre die Tötung dieser Tiere gewesen. Wenn derartiges bekannt wird, hetzen radikale Tierfreunde dann gegen betroffene Zoos, bis hin zu anonymen Morddrohungen (siehe Kopenhagen) gegen Zooleitungen. Diesen Konflikt haben die Zoos mit ihrem männlichen Nachwuchs. Der muß dann geheim geschlachtet werden oder wird insgeheim an Zoos in östlichen Ländern abgegeben, wo die Haltungsbedingungen oft miserabel sind. Jedes dieser Tiere hätte es bei einem Circus zehnmal besser, da hier Fachleute sich für ein langes Leben aller Tiere bemühen.
Auswilderungen dieser Tiere ist Illusion, da die Lebensräume für viele Tierarten nicht mehr da sind und durch Klimaerwärmung und Bevölkerungswachstum wären diese Tiere einem Elend und schnellen Tod ausgesetzt.
Man muß die Gesamtzusammenhänge in unserer Welt betrachten und logisch die Zusammenhänge sehen. Derartiges vermisse ich in Ihrer Politik.
Das was Sie da nun gegen Circustiere unternehmen ist ein überflüssiger Kropf.
Denken Sie darüber bitte nochmals nach und vergessen diesen Unsinn.

Die Mehrheit der Circusleute hat in der Vergangenheit die CDU/CSU gewählt. Diese werden nun aus Protest bei der Bundestagswahl 2021 das sicher nicht mehr tun.
Damit gehen Ihrer Partei mehrere zigtausend Wählerstimmen verloren.
Die Tierrechtler stehen nahe einer anderen Partei und werden wohl nicht Ihre Partei bei der Wahl unterstützen. Auch diesen Aspekt sollten Sie nicht außer acht lassen.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Wildtierhaltung im Zirkus

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 24.04.2021, 00:17

Wildtierhaltung im Zirkus ist Tierquälerei, behauptet Julia Klöckner und will den Übeltätern das Handwerk legen. Nur: Leiden die Tiere tatsächlich?

Berlin, November 2020, Auftritt Julia Klöckner. Die Bundeslandwirtschaftsministerin stellt bei einer Pressekonferenz den Entwurf einer Verordnung vor. „Ich werde in den Wanderzirkussen verbieten“, sagt sie und zählt auf: Giraffen, Flusspferde, Nashörner, Primaten, Großbären und Elefanten. Sie alle sollen künftig nach dem Willen der Ministerin nicht mehr in reisenden Zirkussen gehalten werden. Denn das Leben dort bedeute „große Strapazen, großen Stress“ für die Tiere.

............

Die unmittelbaren Auswirkungen von Klöckners neuer Verordnung scheinen zunächst nicht weiter der Rede wert zu sein, denn die wenigen aktuell gehaltenen Tiere der genannten Arten sollen die Zirkusse behalten dürfen. Und ihre Zahl ist überschaubar: insgesamt fünf, vielleicht sieben Elefanten, zwei Giraffen, ein Flusspferd … Neuanschaffungen sind kaum möglich. In wenigen Jahren wird es keines dieser Tiere mehr im Zirkus geben – ob mit oder ohne Verordnung.

Dennoch herrscht in der Zirkusbranche helle Aufregung. Solche staatlichen Eingriffe seien wegen ihrer rufschädigenden Wirkung existenzbedrohend für viele Unternehmen. Er akzeptiere, wenn jemand keine Tiere im Zirkus sehen möchte, sagt etwa Jochen Träger-Krenzola vom Vorstand des Berufsverbandes der Tierlehrer. „Aber es hört bei mir auf, wenn sie versuchen, andere Leute zu missionieren, und mich dafür diskreditieren wollen.“

Besonders ärgern sich Zirkusse und Tierlehrer, weil sie auf ausdrücklichen Wunsch Klöckners eine Selbstverpflichtung vorgeschlagen haben, die weit über die bisherigen Haltungsvorschriften hinausging. Das Ministerium dankte und lobte das Konzept, ließ die Zirkusleute allerdings wissen: „Die Leitung unseres Hauses möchte aus politischen Gründen einen anderen Weg verfolgen.“
Was unter solchen „politischen Gründen“ zu verstehen ist, ist für Volker Kauder klar: „Das ist natürlich, weil die Tierrechtler Druck machen“, sagt der ehemalige Unionsfraktionschef im Bundestag, „und dem will sich Klöckner entziehen.“ Er halte nichts von einem grundsätzlichen Wildtierverbot, sagt der Parteifreund Klöckners. „Mir ist wichtig, dass die Tiere anständig gehalten werden – egal, ob das nun Wild- oder Haustiere sind.“

Mehr unter: https://taz.de/Wildtiere-im-Zirkus/!5764063/

Ein lesenswerter Artikel !!
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