Circus Krone von 1926-1992

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Klaus
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Circus Krone von 1926-1992

Ungelesener Beitrag von Klaus » 04.07.2007, 17:34

Kann man sich überhaupt noch vorstellen, was Circus einmal war? Damals während der "goldenen" 20er Jahre zum Beispiel, als für kurze Dauer die Wirtschaft boomte und die Circusunternehmen – Krone, Sarrasani, Strassburger, Barum, Kapitän Alfred Schneider und andere – nach amerikanischem Muster zu riesigen Wanderschauen expandierten.

Kürzlich erwarb ich ein kostbares Sammlerstück: eine Programmillustrierte des "Riesen-Circus Krone" aus dem Jahre 1926. "3 Manegen, 2 Bühnen, 1 Rennbahn, 500 exotische Tiere" steht zu lesen auf dem Titelumschlag. Ein Blick auf die Spielfolge verrät, dass genau 127 Darbietungen zu sehen waren. Mal wurden 36 Löen und Tiger zu gleicher Zeit in den drei Ringen gezeigt (vorgeführt von Bendix, der später Mitbegründer der GCD wurde, von Helios und von Montbaron). Des weiteren "16 tollkühne Luftturner in schwindelnder Höhe", römische Skulpturen, altdeutsche Ritterspiele. Und natürlich die Elefantenherde (Krone besaß damals 24 Elefanten), dressiert und vorgeführt von Herrn Direktor Carl Krone höchstpersönlich.

Außerhalb des Riesenzeltes lockten die Seitenschau, das Indierdorf, die Abnormitäten, vor allem Krones großer "Zoologischer Park". Hier fand täglich auch ein Konzert statt von 10 bis 12.30 Uhr. Krone 1926! Einen solchen Circus hat Deutschland seither nicht mehr gesehen. Das vergilbte Programmheft gibt Kunde davon.

Viele Grüße

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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Admin » 04.07.2007, 17:36

Ja Klaus, diese Zeiten sind wohl unwiederbringlich vorbei.

Doch die Masse ist nicht unbedingt Klasse. :|
Mit circensischen Grüßen

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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Klaus » 04.07.2007, 17:38

Hallo Peter,

Masse ist beim Circus mitunter schon ein Kriterium, das zählt (und auch früher zählte). Erinnere Dich mal an den 60er Pferdezug bei Franz Althoff. Eine beeindruckende Darbietung, auch wenn die 60 Hengste in der Rennbahn nicht so exakt liefen wie die Freiheitspferde bei Knie oder Schumann. Die 60 Pferde zum Beispiel waren jeweils zu dritt mit einander longiert und wurden im Grunde auch nicht allein von Direktor Franz Althoff vorgeführt. Es assistierten immer noch zwei weitere Vorführer im Kurvenbereich der Rennbahn.

Und dennoch: wie optimal wurden bei Franz Althoff die Möglichkeiten der Rennbahn genutzt (man vergleiche es mal damit, was die bei Berolina heute anstellen). In Franz Althoffs Rennbahn-Manege zum Beispiel die Kosakenreiter, das römische Wagenrennen, vor allem die römischen Reiterspiele, um 1956 vom jungen Wolfgang Holzmair mit besonderer Verve ausgeführt (später war er bei Ringling erfolgreich als Raubtierdompteur).

Um auf Krone zu kommen: da war sicher beides, Masse und Klasse. Ritterspiele in der Rennbahn (vermutlich so ähnlich wie heute beim Pferdepalast), auch damals schon römisches Wagenrennen und 24 Elefanten in der Manege. Es wurden natürlich auch Riesensummen verdient, von denen das Unternehmen Krone vermutlich heute noch zehrt.

Der inzwischen verstorbene Wilhelm Zimmermann aus Hamburg (gewesener Sektionsleiter und GCD-Präsident) erzählte mir mal von einem Krone-Gastspiel der 20er Jahre. Damals waren so viele Schaulustige auf den Beinen, dass die Menschenmasse vom Heiligengeistfeld bis hinüber zur Reeperbahn reichte. Die meisten waren schon froh darüber, das riesige Spielzelt von außen zu sehen (es war in dieser Größe etwas völlig Neuartiges). Ausverkauft waren die Vorstellungen ohnehin. Und damals passten mehr Besucher in das Zelt als heute bei Krone.

Masse und Klasse sind natürlich nicht unbedingt kongruent. Darum ging es mir auch nicht. Ich wollte aufzeigen, was der "große Zeltcircus" einmal war in seinen besten Jahren – kaum jemand hat dies ja noch miterlebt von uns.

Die besten Grüße aus Berlin

Klaus
Viele Grüße
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Re: Circus Krone 1974

Ungelesener Beitrag von Schult-Bjoernlys » 17.07.2007, 23:56

Rückblicke.....

In Bezug auf Circus Krone und die dortigen Veränerdungen sei soviel gesagt:

In einer Zeit, in der sich stetig alles ändert, nichts mehr so ist, wie es einmal war, behauptet sich Circus Krone zu Recht als Europas größter Circus! Dies betrifft nicht nur die Dimensionen, sondern auch Gestaltung, Programm, Personalführung ,etc.......

Circus Krone ist der letzte Gigant einer Epoche, in welcher sich Unternehmen wie Sarrasani, Hagenbeck und Gleich, Blumenfeld „Circusschlachten“ lieferten und sich gegenseitig mit Attributen übertrumpften. Die Elefantenherden wuchsen in gigantische Ausmaße, nur um den Konkurrenten zu übertrumpfen. Und viele andere Beispiele, die sich in der Circusgeschichte besser und fundierter nachlesen lassen können. Circus Krone hat es aber geschafft sich über die Nachkriegsjahre, Wirtschaftswunder, „Circuskrise“ und anderen Problemen die nun einmal jeden reisenden Circus betreffen oder betroffen haben, den Platz in der Rangliste ganz oben zu bewahren! Dies allein verdient schon höchste Anerkennung!!!
Wenn man nun noch bedenkt, dass Circus Krone seit vielen Jahren der einzigste Circus in Deutschland ist, der noch immer unter der Führung von Christel Sembach-Krone fungiert, Tochter von Carl und Frieda Sembach-Krone, so ist dies schon alleine eine große Leistung!

Ich möchte hier keine Namen nennen, aber wie viele Unternehmen gibt es heute in Deutschland, die von sich behaupten können, „original“ zu sein???????? Da wird mit Traditionen über 200 Jahre geprotzt, in neuerer Zeit sogar mit früheren „ Staatscircussen“der ehemaligen DDR und so weiter.... Solche Labels mögen so manchen Circusbesucher beeindrucken, „ Background „ haben sie keinen!

Circus Krone hat über Jahre, Jahrzehnte immer mit Qualität, Seriosität und kaufmännischen „Know How“ bewiesen, Nummer 1 zu sein! Circus Krone bietet bis heute dem Besucher eine breite Palette sehr guter Circuskunst und seit der Gründung des Circus Krone jeden Tag in der Saisonspielzeit, im Winter in drei wechselnden Programmen, zuzüglich der Aufzeichnungen für „Stars in der Manege“, mit einem Millionenpublikum vor den Fernsehern. Das muss erst einmal erreicht werden!

„ Eure Gunst, unser Streben“ Leitspruch der Familie Sembach-Krone könnte auch in unserer „Marketing-Gesellschaft“ nicht besser ausgedrückt sein für ein Produkt, welches seit Generationen mit erfolg seine Zelte füllt!

Mit besten Grüßen aus Dänemark,

Bjoen Schult-Bjoernlys :D
Hjertlig velkommen: herzlich willkommen in Christians Hede's Zoo-Cirkus !

Bjoern Schult-Bjoernlys
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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Alexander Schoch » 13.11.2008, 16:15

Carl Krone legte nicht Wert auf Masse sondern eher auf Klasse. Hinter dem Namen "Helios" versteckt sich eigentlich "Togare" der Herr der Tiger. Auch Ferinand Montbaron´s Nummer , die später von Carl Sembach präsentiert wurde, war sicher nicht von Pappe, ebenso die von Bendix. Das Carl Krone seine Elefanten immer allein vorführte dürfte hinreichend bekannt sein. Sicher beeindruckte die Masse an Tieren und Menschen, die in einem solchen Programm auftraten. Aber genau die Vielzahl an Tiercharaktären ermöglichten es den Dresseuren einzelne Tiere für spezielle Tricks herauszufinden.Und ist es nicht Klasse wenn eine Vielzahl von Tieren die Manege belelebt. Gerd Siemoneit führte auch 20 sibirische Tiger vor.Die Manege war eigentlich nur noch gestreift. Für mich zeugte es schon von Klasse wenn ein Dresseur (Dompteur) eine solche Anzahl von Tieren kontrollieren kann, auch wenn von Aussen Hilfe geboten wird. Oder erinnert euch an die Elefantenherde des Californischen Nationalcircus (Busch-Althoff). Die Liste läßt sich sicher noch weiter fortführen. Alles nur Masse?
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Re: Circus Krone 1974

Ungelesener Beitrag von Alexander Schoch » 13.11.2008, 16:39

Krones heutige Programminzenierung geht ja auf die "Festival"-Produktion der Endfünfziger zurück. Also läuft diese
Programmidee schon über 50 Jahre und wäre daher antiquiert, aber dem Publikum gefällt diese Art von Programm seit Jahrzehnten. Viele hauseigene Tiernummern, Elefanten, Pferde, Exoten und Raubtiere bolden eigentlich der Programmkörper. Eigentlich werden alle paar Jahre nur Luftnummer, Clowns und Artisten mehr oder weniger gewechselt.
Selbst die Zeltkonzeption ist seit Jahrzehnten gleich. Wenn Krone einen Wechsel begeht, dann eher hinter den Kulissen, d.h. moderne Lichttechnik, Musik, spezieller Wagenpark. Eigentlich für den "Normalbesucher" kaum sichtbar. Außen bleibt eigentlich immer alles beim alten oder wird behutsamst über Jahre geändert. Schaut mal zur Untermauerung meiner These, das Circus Krone der konservativste Zirkus ist. Programmheft der letzten 50 Jahre durch.
Circus Krone ist keine Modeerscheinung wie manch anderer Zirkus, sondern ein Klassiker, der es versteht Leistung, Qualität und Tiere dem Publikum nahe zu bringen.Krone Besucher wissen warum sie diesem Zirkus seit 100 Jahren treu sind. Sie werden nämlich nicht enttäuscht.
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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Wolfgang A. » 13.11.2008, 18:34

In diese Kategorie passt dann auch Willy Hagenbeck mit seinen 70 Eisbären, die über eine Rutsche in die Manege kamen.
Gruß Wolfgang A.

Wer einmal den Sägemehl-Staub der Manege im Hosenumschlag hatte, den lässt der Circus nicht mehr los.
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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Alexander Schoch » 13.11.2008, 22:11

Na dann sagen wir mit 20 Jahren 70 Eisbären und mit 70 Jahren 20 Eisbären. Bobby Barell in seinem Buch "Der König der Dompteure". Oder auch Alfred Schneider mit seinen "100" Löwen, auch wenn es ein paar weniger waren.
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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Alexander Schoch » 24.11.2008, 09:02

Krone 1. Programm 1923 im 3 Manegezirkus 1923 in Lausanne weist dagegen nur 54 Nummern auf, alleine 3 Nummern waren Musikstücke. Seinen Tierbestand gibt Carl Krone mit "nur" 500 Tieren an. Erst im Laufe der nächsten Jahre passt Krone seinen Tierbestand dem 3 Manegenkonzept an.
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Re: Der "Riese" Krone 1926

Ungelesener Beitrag von Alexander Schoch » 08.07.2009, 10:42

Krone Programmhefte in den 30iger Jahren lassen sich durch das Deckblatt in 2 Kategorien einteilen.Obiges nach 1933, davor Rennbahnmotive.Aus den Fotos der Familie Krone, bzw Sembach Krone, heirat 1935 laesst sich dieses Program auf ab 1936 datieren.In diesen Jahren bleiben die Programmhefte eigentlich sehr einheitlich, d.h. selten wird ein Foto geändert.Für viele Städte wurde ein "Programmzettel" eingelegt, der dann auch mit Werbung der bespielten Stadt bestückt war.Diese Programmzettel sind aber im Laufe der Zeit bei vielen Käufern dieser Programmhefte verloren gegangen.Krone Programmhefte aus dieser Zeit sind deshalb sehr schwer einzuordnen.Häufig gelingt es aber auch durch die "letzte"Seite, häufig wurden dort die "zoologischen" Besonderheiten in der Tierschau angepriesen.Krone selbst besitzt darüber leider keine Unterlagen aus dieser Zeit.
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Re: Circus Krone von 1926-89

Ungelesener Beitrag von Admin » 03.09.2012, 23:49

Habe drei Threads zu einem zusammengefügt. ;)

Außerdem ist hier das Thema:
Circuskönig Carl Krone starb vor 65 Jahren
viewtopic.php?f=52&t=2008
Mit circensischen Grüßen

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Re: Circus Krone von 1926-89

Ungelesener Beitrag von Admin » 11.12.2012, 20:03

Über 50 historische Fotos vom Gastspiel 1965 auf dem Bendplatz in Aachen:

http://circus-collection.blogspot.de/20 ... -1965.html
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Re: Circus Krone von 1926-89

Ungelesener Beitrag von Ingo Böckmann » 11.12.2012, 20:40

Bis auf die Traktoren,die heute meist durch Zugmaschinen ersetzt wurden,hat sich auf den ersten Blick Äußerlich gar nicht sooo viel verändert . . .
Nicht falsch verstehen: Natürlich ist heute Alles moderner und der Zeit angepasster,aber man pflegt seit fast (oder über?) 50 Jahren den selben Stil! Selbst das Chapiteau hat heute noch eine ganz ähnliche Form und auch die Fassade hat,wenn auch in anderer Gestaltung,eine ähnlich Einteilung und Größe . . .
Wenn mans auch nicht wirklich vergleichen kann,so haben andere Unternehmen schon etliche Erscheinungs-und Farbwechsel in weitaus weniger Jahren hinter sich gebracht . . . ;)
mit freundlichen Grüßen Ingo
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Re: Circus Krone von 1926-89

Ungelesener Beitrag von Admin » 11.12.2012, 20:49

Ja es zeigt, das Circus Krone mit Circusschule und Giraffenwagen mit Hochdach auch 1965 schon fortschrittlich war und seither seinen Stil beibehalten hat. Ich kenne den Circus noch so wie auf den Fotos, war oft auf dem Platz und im Zelt. Auch die Plakattafel sehe ich in Farbe ;) , da ich daran früher auch einige Male mitgeklebt hatte, wenn auch erst ein paar Jahre später. Aber der Stil und die Motive waren fast immer gleich.
Mit circensischen Grüßen

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Re: Circus Krone von 1992

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 16.11.2016, 23:18

Elefanten des Circus Krone steigen an der Güterabfertigung aus

Das Rätselbild der vergangenen Woche hat Heino Uekermann 1992 an der Güterabfertigung der Bahn (Luisenstraße Ecke Bünder Straße) vom Ausladen der Elefanten des Circus Krone gemacht, der in Herford auf der Kiewiese gastierte.

Er hat sogar einen Artikel aus der Neuen Westfälischen von damals mit der Überschrift „Grau hatte bei roten Ampeln Vorfahrt" ausgeschnitten, aus dem er auszugsweise zitiert: „Von wegen Zuckeltrab und gemütlich. Die Elefanten des Circus Krone legten Tempo vor, als sie gestern um 14 Uhr am Güterbahnhof Richtung Kiewiese starteten... Viel Volk hatte sich vor den drei Waggons versammelt. Rasch rollte einer der Pfleger ein Podest als Gangway vor die Wagen. Der Reihe nach, die Größten zuerst, betraten die Riesen Herforder Boden. Sofort suchten die Rüssel nach Grün zwischen dem Pflaster oder langten nach Blättern an den wenigen Bäumen...

Mehr unter: http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/se ... g-aus.html
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Re: Circus Krone von 1926-1992

Ungelesener Beitrag von Circusworld » 27.04.2017, 13:32

27. April 1967: Schmissiger Auftakt im Zirkus
Festliche Premiere beim Circus Krone auf der Deutschherrnwiese

NÜRNBERG - Zehn tanzende Teller lockten das fränkische Publikum aus seiner Reserviertheit. Menschen, Tiere, Sensationen hatte der Circus Krone schon in seinen Programmbeginn gepackt – doch erst dem behänden "Jacomo" blieb es vorbehalten, die Menge zu erobern.

Sein zungehechelnder Dauerlauf von einem sich drehenden Stöckchen zum andern (halb gespielt und sicher auch ein bißchen echt) brachte die Leute zum Klatschen.

Es ist nun wohl nicht leicht, den Nürnbergern zu imponieren. Doch die Artisten und Akrobaten, die Clowns und Dompteure, die seit gestern (und noch dreizehn Tage lang) auf der Deutschherrnwiese gastieren, die schafften es, wenn auch „mit Anlauf“.

Ein Programm, gut gemischt und gut dargeboten, erwartet die Gäste des Circus Krone: prachtvolle Tierdressuren, geschmackvolle Revuen, atemberaubende Sensationen, die lächelnd serviert werden, eine Schar munterer Clowns und über allem eine zündende Musik. Was darüber hinaus die Circusfreunde interessiert und auf die Deutschherrnwiese lockt, ist das Schicksal der Elefanten, die unlängst bei einem Brand so schmerzhaft verwundet worden sind. Wie zu erfahren war, sind sie in der Obhut eines Spezialisten und scheinen sich besser zu fühlen.

Mehr unter: http://www.nordbayern.de/region/nuernbe ... -1.6044122
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